Ein japanisches Videospielstudio hat seinen Einstellungsprozess geändert und fordert Bewerber nun auf, vor Interviewern zu zeichnen, um den Missbrauch generativer KI zu bekämpfen. Dies folgt auf Erfahrungen mit „Künstlern“, deren Fähigkeiten durch KI-generierte Bewerbungen aufgeblasen waren. In Deutschland, wo die Spieleindustrie boomt und Tausende Jobs schafft, weckt dies Diskussionen über den Schutz echter Talente vor KI-Täuschung – ein Trend, der auch hierzulande Studios vor ähnlichen Fallen bewahren könnte und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kreativbranche stärkt. KI dringt weiter in kreative Berufe vor und verwischt die Grenze zwischen menschlicher Kunst und Maschinenausgabe. Während einige Studios KI-Tools umarmen, widerstehen andere wie dieses namenlose japanische und setzen auf echte Künstler. Laut japanischen Medien lernte das Studio auf die harte Tour: Nach einigen Einstellungen fielen Managern Probleme auf. Neue Künstler leisteten nicht das Erwartete. Schließlich stellte sich heraus, dass diese stark auf generative KI im Bewerbungsprozess gesetzt hatten. Das japanische Spielstudio führt nun Live-Zeichentests ein. Ein leitender Grafikdesigner sprach anonym mit Daily Shincho über die Änderung. Er beschrieb eine neue Regel, bei der Bewerber vor Ort zeichnen müssen. „Viele behaupten, dass KI-generierte Bilder ihre eigenen Kreationen seien, und wir hatten mehrere Fälle, in denen solche Leute eingestellt wurden und der Firma nichts beitragen konnten“, sagte der als Herr B bekannte Mann anonym. „Deshalb haben wir den Rekrutierungstest geändert: Bewerber zeichnen live vor uns, um Fähigkeiten zu prüfen.“ „Es ist viel Aufwand für uns als Recruiter, und es fühlt sich an, als wären wir in die Steinzeit zurückgekehrt, aber mehrere andere Firmen tun dasselbe.“ In Deutschland könnte dies ein Vorbild sein, um die Integrität von Jobbewerbungen in unserer wachsenden Gameszene zu sichern und Arbeitsplätze für qualifizierte Künstler zu schützen. Trotz strengeren Prozesses plädierten einige Manager für einen anderen Weg: KI-Spezialisten einstellen und direkt auf generative Tools setzen. Herr B widersprach, räumte aber ein, KI als „ergänzendes Werkzeug am Arbeitsplatz“ zu nutzen. „Ich glaube jedoch fest, dass menschliche Kreator:innen überzeugende Charaktere und Grafiken von Grund auf schaffen können“, sagte er Daily Shincho. Er betonte die Wichtigkeit, fähige Künstler einzustellen, die wissen, was sie tun – auch wenn sie KI ergänzend nutzen. „Deshalb rate ich meinen Vorgesetzten, talentierte Leute zu engagieren, aber das Unternehmen steuert auf generative KI zu. Ich sorge mich, ob mein Rat angekommen ist.“ Für die deutsche Spieleentwicklung, die jährlich Milliarden umsetzt, unterstreicht dies die Notwendigkeit, menschliche Kreativität vor KI-Übernahme zu wahren, um Innovation und Qualität zu sichern.